IMS-Schlierbachtal e.V. im DMV
IMS-Schlierbachtal e.V. im DMV

Interessengemeinschaft Motorsport: Viele Gäste beim Oldtimertreffen am Wochenende in Schlierbach

Sprödes Leder in nostalgischen Karossen

 

 

Blick unter die Haube: Die IMS hatte zum Oldtimertreffen nach Schlierbach eingeladen.

 

Bei sonnigem Wetter war viel los auf dem Ausstellungsgelände.

 

Schlierbach. Nach dem verregneten Samstag bei der 25. Odenwald Classic hatte die Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) am Sonntag mehr Glück mit dem Wetter: Das in die Veranstaltung integrierte Oldtimertreffen blieb trocken. Zahlreiche Klassik-Fans kamen zur Ausstellung am Jägersgarten. Auch die Motorradausfahrt konnte wie geplant ablaufen.

Glänzender Lack in der Sonne, sprödes Leder in nostalgischen Karossen und Benzingespräche, wohin man hörte. Die Fahrzeugschau ist ein beliebtes Ziel für Motorsport- und Oldiefans, die jedes Jahr nach Schlierbach kommen. Wie Helmut Fromm aus Groß-Bieberau, der es sich auf einem Klappstuhl neben seinem cremeweißen MG 1600 gemütlich gemacht hatte. Der erfahrene Restaurateur und ehemalige Rallyefahrer fand das gute Stück vor rund fünf Jahren in Holland und hat den aus den USA importierten Wagen von 1961 komplett überholt.

 

"Jede freie Minute wurden ins Auto gesteckt", erklärt Fromm, der das Metier richtig gelernt hat. Von den Polsterarbeiten bis zur Armaturenbrettverkleidung hat er alles selbst erneuert. Mit seiner Frau führt er den 95 PS starken Flitzer regelmäßig aus. Besonders gern nach Schlierbach. "Die IMS leistet eine hervorragende Arbeit."

Von der Rallye nach Fürth

Peter Jäger hatte es nicht so weit. Das IMS-Mitglied aus Fürth präsentierte seinen Ford Escort RS 1600. Dabei handelt es sich um den Werkswagen vom Team Embassy-Ford mit der Fahrerpaarung Hannu Mikkola und John Davenport, der bei der RAC Rallye 1972 im Einsatz war.

Damals fiel Mikkola mit einer defekten Zylinderkopfdichtung aus. 1974 wurde das Auto an Billy Coleman verkauft, der damit britischer Rallyemeister wurde. Heute steht das Fahrzeug in Jägers Stall. Die Karosse befindet sich noch im alten Zustand, die Technik wurde komplett erneuert oder mit Originalteilen überholt.

Während bei manchen Autos "nur gugge" erlaubt war, hatte manch anderer Besitzer wenig gegen ein bisschen Tuchfühlung. Wer Interesse zeigte, durfte sich hineinsetzen und unter die Motorhaube gucken.

Einige Oldtimer von IMS-Mitgliedern standen am Sonntag als Spezialtaxis bereit. "Fahr mit mir" lautete der verführerische Anmachspruch hinter den Windschutzscheiben, denen viele nicht widerstehen konnten. Gegen einen kleinen Obolus ging es los. Den Erlös spendet die IMS der Behindertenhilfe Bergstraße für deren Werkstatt in Fürth.

Zur Verfügung standen zeitlose Schönheiten wie ein rassiger Sunbeam Tiger, ein eleganter Mercedes 220 SE Cabrio und ein rabenschwarzer Jaguar E-Type. US-Fans wählten den Dodge Viper oder ein Chevy Pick-up. Nicht mitfahrbereit, aber nicht weniger hübsch kuschelte sich ein steingrauer Porsche 356 SC aus den frühen 60er Jahren an den Bordstein. Daneben tief gebückte Opel GTs, ein noch immer futuristisch anmutender Citroen DS und rotzfrech dreinblickende NSU TTs, die es faustdick unter der Haube haben.

Star aus dem Sozialismus

Zu den Stars der Autoschau gehörten außerdem ein Melkus RS 1000 von 1972 aus streng sozialistischer DDR-Produktion - eine Rarität - sowie ein Ford T-Modell und ein riesiger Renault aus dem Jahr 1908.

Angeschlossen war eine kleine Sonderausstellung mit historischen Kleinwagen wie BMW Isetta, Messerschmitt Kabinenroller oder Goggomobil. Das Interesse an den Zwergen war nicht minder hoch. Viele verbinden mit diesen Autos persönliche Erinnerungen an früher, zum Beispiel an die erste Fahrt nach Italien mit fünf Personen im "Mäuschen" Fiat 500.

Im Mercedes 250 SE Coupé von 1966 sind Raumprobleme kein Thema. Die Freunde von klassischen Motorrädern kamen in Schlierbach aber ebenso auf ihre Kosten. Man sah eine rassige Harley Davidson Sportster, eine NSU 601 TS Baujahr 1936 sowie etliche alte BMW aus den 40er bis 80er Jahren. Erinnerungssport der besonderen Art boten Mofas und Mopeds von Hercules, Zündapp und Kreidler, auf denen so mancher heutige Mittvierziger bis Endsechziger zweigetaktet durch die Gegend geknattert ist.

Helmut Fromm jedenfalls - und viele Hundert Besucher ebenso - hatten ihren Spaß. Für den MG-Piloten aus Groß-Bieberau wird es nicht der letzte Trip nach Schlierbach gewesen sein. Nächstes Jahr kommt er vielleicht in einem anderen Klassiker. Er hat noch einen Adler Trumpf 1E Junior von 1937 in der Garage.

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 07.06.2016

Von unserem Mitarbeiter Thomas Tritsch

Motorsport: IMS veranstaltet an diesem Wochenende ihre 25. Ausfahrt und ein großes Oldtimertreffen

Wenn aus Schrott etwas Kostbares wird

Mit dem Oldtimer-Treffen in Schlierbach ist am Sonntag wieder eine Fahrzeugschau verbunden.

 

Schlierbach. Benzingeruch liegt in der Luft. Seit Wochen bereiten sich die Veranstalter auf das große Ereignis vor. Der Kurs ist abgesteckt, das Teilnehmerfeld ist fix. 80 historische Fahrzeuge werden morgen (Samstag) unter hoffentlich freundlicher Sonne ihren Lack glänzen lassen. Die Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) steht kurz vor einem runden Jubiläum: der 25. IMS-Odenwald-Classic.

Die Tour geht über 125 Kilometer und ist auf zwei Schleifen aufgeteilt. Touristisch attraktiv und mit genügend Kurven ausgestattet, um die Piloten kostbarer Roadster, Limousinen und Sportflitzer gut aussehen zu lassen. Und auch der Fahrspaß soll nicht auf der Strecke bleiben, wie Fahrtleiter Jürgen Machel erklärt.

Ein echter Klassiker

Der Chef der IMS-Oldtimerabteilung freut sich auf die 25. Auflage eines echten Klassikers. Eine Tour mit Geschichte. Und mit Geschichten.

 

Helmut Jungblut gehört zu den Gründervätern der Oldtimer-Abteilung. In seiner Garage steht ein Fiat Topolino cabrio aus dem Jahr 1949. "Die Menschen sind fasziniert, wenn sie das Auto sehen", so der Klassik-Fan, den wie alle seiner Kollegen das Oldie-Fieber gepackt hat. Damals, bei der Premiere, haben die Schlierbacher mit maximal 20 Teilnehmern gerechnet. Über 40 sind gekommen.

Ein toller Einstieg für den Verein, der sich nach einer Ende der 80er Jahre politisch entfachten Dürrephase in Hessen vorgenommen hatte, dem Motorsport wieder eine größere Bühne zu geben. Zwar waren Klassiker wie das Zotzenbacher Bergrennen seit 1992 passé, doch mit einer entspannten Ausfahrt wollte der IMS das Genre im Odenwald am Leben erhalten.

Schon Ende der 90er Jahre waren es über 100 Teilnehmer, die dem Ruf nach Schlierbach folgten. Helmut Jungblut spricht von einer Erfolgsgeschichte. "Wir waren damals die ersten im Kreis Bergstraße, die so etwas aufgezogen haben." Trotz diverser Widrigkeiten, meistens politischer und bürokratischer Natur, habe sich der Club nie unterkriegen lassen, so auch Ehrenvorsitzender Willi Schneider von den Schlepperfreunden der IMS.

Auch er genießt die langsame Fahrt durch die Natur - wenn auch auf etwas anderen Oldtimern und meist abseits der Hauptverkehrsstraßen. Für ihn ist die Odenwald-Classic auch ein Stück Kulturgut: "Alle reden vom Tourismus. Aber auch Veranstaltungen wie diese locken Menschen in unsere Region."

Zwei Gruppen auf Tour

Bereits Anfang des Jahres wurde die Strecke definiert und beim Regierungspräsidium angemeldet. Am Wochenende geht es dann richtig los. Um halb acht morgens wird gemeinsam gefrühstückt, dann folgt kurz nach neun die Fahrerbesprechung. Gegen halb zehn starten die ersten Fahrzeuge auf die erste Schleife. Kurz nach 13 Uhr gibt die zweite Gruppe Gas. Um 15. 30 werden die ersten Fahrzeuge am Bolzplatz am Jägersgarten eintreffen. Die Siegerehrung ist für 17 Uhr vorgesehen. 40 bis 50 Helfer säumen die Strecke.

Unterwegs sind Fahrzeuge bis zum Baujahr 1996, unterteilt in fünf Geburtsklassen. Das älteste Fahrzeug stammt von 1919, der älteste Teilnehmer ist 82 und rollt mit einem Motorrad an - einer Adler. Günter Wowereit aus Offenbach ist seit Jahren mit seinem feuerroten MG PA aus dem Jahr 1934 dabei. Etliche der Teilnehmer werden auch am Sonntag noch einmal in Schlierbach aufkreuzen, wenn die IMS zum Oldtimertreffen lädt.

An diesem Tag findet zeitgleich auch die Motorradausfahrt statt. Für Gäste gibt es also eine Menge zu sehen - Benzingespräche mit den Besitzern inklusive. Insgesamt erwartet der Verein 200 bis 250 Fahrzeuge mit zwei, drei und vier Rädern. Die Ausstellung ist ständig in Bewegung und bietet daher immer wieder neue Eindrücke der automobilen Vergangenheit.

Ein Star aus DDR-Produktion

Zu den Stars der Autoschau (ab 10 Uhr) gehören unter anderen ein Melkus RS 1000 von 1972 aus streng sozialistischer DDR-Produktion (eine Rarität) sowie ein Ford T-Modell und ein Renault aus dem Jahr 1908. Angeschlossen ist diesmal eine kleine Sonderausstellung mit historischen Kleinwagen wie BMW Isetta, Fiat 500, Messerschmitt Kabinenroller oder Goggomobil. Letzteres ist gerade einmal 2,20 Meter lang. Allein der Radstand von Jürgen Machels Buick Century Sedan ist größer.

Der Abteilungsleiter ist eher ein Freund amerikanischer Dinosaurier der Sorte Cadillac, Pontiac oder Chevrolet. Ein 1981er Corvette Sportwagen, ein Opel GT und ein Chevy Pick-up stehen für Passagiere bereit. Der IMS bietet Mitfahrgelegenheiten der besonderen Art. Ein kleiner Kostenbeitrag wird für die Teilnahme erhoben und fließt der Fürther Werkstatt der Behindertenhilfe Bergstraße zu.

"Es ist unbezahlbar, zu sehen, wie die Menschen freudestrahlend aus einem solchen Wagen aussteigen", so Jürgen Machel. Es ist die Optik, der Charme und das Chrisma alter Autos, was ihn nach wie vor fasziniert. Und das Werden von etwas Kostbaren durch fachgerechte Restauration: "Wenn man aus Schrott etwas Besonderes aufbaut."

Tränen in den Augen

Auch Helmut Jungblut hat Benzin im Blut. "Viele von uns fahren heute die Autos, die sie schon als junge Kerle wollten, sich damals aber nicht leisten konnten." Er hat eine Story auf Lager, die den Reiz der Oldtimerszene sehr gut widerspiegelt: Nach der Komplettrestauration eines verrosteten DKW FS war er fast 30 Jahre später auf den ehemaligen Besitzer getroffen - rein zufällig. "Er erzählte mir bei einem Oldtimertreffen ganz fasziniert, dass er einen solchen Wagen einst selbst besessen habe." Als sich herausstellte, woher der damals 86-jährige Mann kam und welches Baujahr sein Wagen hatte, stellte sich rasch heraus: Er hatte seinen ehemaligen DKW wiedergetroffen. "Und Tränen in den Augen."

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 03.06.2016

Von unserem Mitarbeiter Thomas Tritsch

 

Ausfahrt der Oldtimerabteilung an die Jagst

 

SCHLIERBACH. Bei strahlendem Sonnenschein startete die Oldtimerabteilung der Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) zu einer zweitägigen Ausfahrt an die Jagst. Organisiert von Andrea Dörsam, machten sich Samstagmorgens rund 25 Teilnehmer mit ihren historischen Fahrzeugen auf den Weg ins Hohenloher Land. Nach einer Mittagsrast im schönen „Bauland“ ging es frisch gestärkt zum Schloss Langenburg. Hier bestand die Möglichkeit an einer Schlossführung und der Besichtigung des Automuseums teilzunehmen. Im Anschluss daran ging es über Künzelsau in Richtung dem kleinen idyllischen Ort Kloster Schöntal. Vor der Kulisse des prächtigen Klosters, den Weinbergen und den malerischen Fachwerkhäuschen nahm der Tag im Biergarten des historischen Gasthofes „Zur Post“ seinen Ausklang. Am nächsten Morgen ging es wieder auf kleinen Nebenstraßen zurück nach Künzelsau. Ein besonderes Erlebnis war hier die Besichtigung des Museums Würth. In Jagsthausen wurde auf der Heimreise in der „Götzenburg“, der Burg von Götz von Berlichingen, eine kurze Rast eingelegt. Am Ende der gelungenen Ausfahrt trafen sich alle noch einmal zum gemütlichen Beisammensein in Laudenau. Man war sich einig: „Im nächsten Jahr werden wir wieder so eine Ausfahrt anbieten“.

 

 

 

 

 

22. IMS Odenwald Classic und Oldtimertreffen

SCHLIERBACH. Dass die 22. IMS-DMV Odenwald Classic und das angeschlossene Treffen ein voller Erfolg war sah man nicht nur an der Anzahl der Teilnehmer, sondern auch am Besucherandrang. Neu in diesem Jahr war, dass das Event anlässlich der Feier “60 Jahre Fahrzeughaus Emig GmbH“ zum ersten Mal außerhalb von Schlierbach stattfand.
Nach der technischen Abnahme und einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen, gingen ca. 80 Teilnehmer an den Start. Die Ausfahrt, die von Jürgen Machel geleitet und durchgeführt wurde, führte bei herrlichem Sommerwetter ca. 120 km über landschaftlich sehr reizvolle Routen durch den Odenwald. Während der Fahrt waren verschiedene Kontrollstellen anzufahren und an manchen mussten Fahrer und Beifahrer zum Teil recht knifflige Aufgaben lösen. Wie von den Teilnehmern bestätigt, war die Ausfahrt auch in diesem Jahr wieder sehr gut organisiert.
Über 250 historische Fahrzeuge - vom Motorrad über Kabinenroller bis zum Mercedes Cabriolet tummelten sich am Sonntag ab 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Fürth/Lörzenbach beim Fahrzeughaus Emig. Im Rahmen des Treffens fand auch die 50 km lange Motorradausfahrt und eine Sonderausstellung “VW-Raritäten“ des Fahrzeughauses Emig statt. Bei sehr guter Verköstigung konnten Gespräche über Motoren, Restaurierung und Pflege der “Heilix Blechle“ geführt werden.
Während des Oldtimertreffens wurden auch wieder Rundfahrten für einen guten Zweck angeboten. Dabei hatte die IMS mit ihren Oldtimern 300.-€ zugunsten der Behindertenhilfe Bergstrasse eingefahren. Die Karten, die zur Mifahrt in den Oldtimern berechtigt hat, sind wieder von der Behindertenhilfe ausgegeben worden. Gegen eine Spende von 5€ konnte jedermann in seinem Traum-Oldtimer mitfahren. Der Erlös von 300.- € wurde von der IMS und dem Fahrzeughaus Emig auf 600.-€ verdoppelt. Alles in allem war es ein gelungener Tag, da waren sich alle einig.
Bedanken möchten sich die IMS vor allem auch beim Fahrzeughaus Emig, der Behindertenhilfe Bergstraße sowie den über 150 freiwilligen Helfern, Sponsoren und Anwohnern. Ein besonderer Dank gebührt auch den Besitzern die ihre Fahrzeuge für die Rundfahrten zur Verfügung gestellt haben. Ohne sie wäre die Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich gewesen.

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Für Freunde und Gönner des Vereins, der bei seinen Zahlreichen Veranstaltungen immer auf die Mithilfe Freiwilliger angewiesen ist. Bitte die Mitgliederbefragung ausfüllen und an uns zurücksenden.
Im Voraus unser Dank
Der Vorstand der IMS
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